Mittwoch, 8. Dezember 2010

the lucky strike - full taste.

nachts um halb eins den Abschluss seiner Lektüre mit einer Zigarette feiern. Den Tag den man abschließt und zufrieden der Nacht überlässt die begonnen hat. Neue Erkenntnisse über die es sich nachzudenken lohnt, aber das alles kann bis morgen warten. Heute Nacht ist es okay die Unendlichkeit an sich vorbeiziehen zu lassen und einfach nur zu schlafen.

On the light On the low All this time I always have the light on for you But I know I'm a fool Yes, I know


Go to bed, world.

Donnerstag, 25. November 2010

Gefrierbrannt

"die Atmosphäre glüht, hey Mann, lass uns gehn.. schießt es mir gerade durch den Kopf, als ich wie ein Kameramann die Szene betrachte: Anja und ich in knappen Kleidern, aufgetakelt und bei 29 Grad Raumtemperatur stöhnend in ihrem Zimmer unter der  Dachschräge. Vor uns eine Flasche irgendetwas selbstgebranntes, munter dabei sich an die Zimmertemperatur zu richten. Das erstemal, dass ich ohne Strumpfhose weggehe, denke ich mir noch, als ..." ...als was? Dieser Entwurf trat mir gerade unter die Augen und abgesehen davon, dass er peinlich erotisch klingt, versetzt er einen in Wohlwollen, auch wenn heute der erste Schee fiel und man statt keiner, zwei oder drei Strumpfhosen tragen sollte. Ist ja witzig. Zumindest bis es wieder heißt im selben Outfit (vielleicht dann doch mit einer Nylonstrumpfhose) bei minus 5 Grad zum letzten Nachtbus zu schlittern und den Schnee zu verfluchen, der einem trotz totgetanzten Füßen, nicht erlaubt die Pumps auszuziehen. Aber in den Clubs wirds nunmal immer dasselbe Klima geben..

Mittwoch, 25. August 2010

long slow goodbye..

jetzt nen Neuanfang, sagt der Ausgebrannte, der Gefallene. Neu anfangen um neue Kraft zu sammeln, neue Ansichten Gewinnen, neues Outfit, neue Attitude. Alles neu. 
Völlig naiv, wenn man mal drüber nachdenkt. Neu fällt nicht einfach vom Himmel, die neue Attitude fliegt einem des nachts nicht einfach im Schlaf zu. Zunächst muss man sich erstmal von den Dingen verabschieden um neu anzufangen. Den Kleiderschrank ausmisten um neue Klamotten anzuschaffen, alte Gewohnheiten ablegen, bevor man sich neu definiert. 

"You can't lose it if you never had it"

Einfach mal realistisch bleiben und immer schön zum Abschied winken. Was besseres kanns gar nicht geben. Der Rest kommt dann von allein.  

 

Montag, 26. Juli 2010

home is where the heart is

in der Bahn sitzen und Bonaparte hören. In der Bahn sitzen und angegraute Wohnhäuser an sich vorbeifliegen sehen. In der Bahn sitzen und das altvertraute "düdüdü" vermissen, wenn die Türen sich schließen.

Donnerstag, 10. Juni 2010

struggling with the notion that it's life not film

und alles was einem bleibt ist kalter Kaffee. Wenn man es leid ist den Intelleksameriter* zu machen um der täglichen Selbstgefälligkeit den euphemistischen Blattgoldoldrahmen zu verpassen (man besitzt ja stets die Freundlichkeit mit den dummen mithalten zu wollen) und den Moment der Schwäche zulässt indem man einen verschwommenen Blick aus dem Fenster wagt und leise seufzt, wenn ein melancholischer Posong beginnt, der der ewigen Jugend nachfiebert.
Denn in der Zeit in der man hätte den noch warmen Kaffee trinken können, ist man ja viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Mit dem Drama, das unbedingt auf seinem Höhepunkt verharren muss. Unentwegt, fort- und immerwährend. Das individuelle und sehenswerte Drama, der Blockbuster der Real Live Soap. Die Streicher, wie sie ihren höchsten Ton treffen und theatralisch erbeben, der Trommelwirbel der Pauken der seinen akkustischen Zenit erreicht und einfach nicht leiser wird. Der Moment, an dem Herr Gustav Freytag einen Herzinfarkt erlitt, als er das Wort Peripetie zuende schireb.


So ausgelutscht, so künstlich, die reine Vergewaltigung der ästhetischen Selbstinszenierung. Man möchte brechen. Vielleicht sollte ich mal meinen Kaffee austrinken. 


*beschissener Neologismus, entschuldigt!

Freitag, 28. Mai 2010

ich tanz drauf

wenn das nächste mal wieder jemand im Koma liegen sollte, flüstere man ihm einfach ins Ohr "heute Abend gehn wir in die Dsiko tanzen". Er würde aufwachen. 
Wenn ein Freitag das nächste Mal wieder um 5 Uhr beginnt, der Arzt einem mit solcher Schaffenswut Blut abnimmt, dass man danach aussieht wie ein Fixer, der mal wieder geschludert hat, zur Krönung die Migräne kurzzeitig durchgklingelt und dann, wenn man schließlich das Loch im Ellenbogen nutzt um sich einen Koffeinkatheter zu legen, sagt man ihm einfach "heute Abend gehn wir in die Disko tanzen". Er würde kommen. 


Man mache sich einfach Kaffee Nummer vier, wirft sich in Schale und nimmt sich vor noch die vierundzwanzig Stunden zu knacken. Augenringe gibts so oder so.

Montag, 24. Mai 2010

you may have noticed that I'm not all there myself ?

"The Queen of Hearts she made some tarts
All on a summer day:
The Knave of Hearts he stole those tarts, 
And took them quite away!"

"Now for the evidence," said the King, " and then the sentence." "No!" said the Queen, "first the sentence, and then die evidence!" 


"Nonsense!" 

cired Alice, so loudly that everybody jumped, "the idea of having the sentence first!" "Hold your tongue!" said the Queen. "I won't!" said Alice, "you're nothing but a pack of cards! Who cares for you?"
At this the whole pack rose up into the air, and came flying down upon her: she gave a little scream of fright, and tried to beat them off, and found herself lying on the bank, with her head in the lap of her sister, who was gently brushing away some leaves that had fluttered down from the trees on to her face.