Freitag, 18. September 2009
Freitag, 4. September 2009
kleiner seitenhieb.

liebes Tagebuch. Heute habe ich angefangen meinen Kopf zu essen. Einer von so vielen Sprüchen, die versuchen ihren dramatischen Inhalt in ein Gedönz von Sinnlosigkeit zu formen, ähnlich, wie Miss 44 versucht ihre wohlgeformten Schenkel in eine 36 zu formen und solange vor dem Spiegel posiert, bis sich der Anblick des überdimensionalen Rettungsrings schließlich zum "Hauptargument" ihrer "Weiblichkeit" formt. Da wird gedreht und gewendet, gezogen und gedehnt, bis das Ego das Licht am Ende des Hosenbeins erblickt. Ausgeredet und eingeredet, bis man selber Schluss gemacht hat und nicht die Ex. Gestöhnt und gehalten, bis der andere kommt. Gehustet und geprustet, damit der Zug auf Lunge war. In eigener Regie versucht man der Welt seine Unabhängigkeit jeglicher Dinge zu demonstrieren. Dabei ist es genau das eigene Ego dessen ewiger Sklave man ist, weil man wieder und wieder versucht sich darüber zu stellen und wieder und wieder auf den Boden der Tatsachen gerissen wird, wenn man kläglich daran scheitert. Als würde Mr. Independent beim Abflug vergessen haben, dass er noch sein riesen Ego auf dem capesaum stehen hat und unlustig auf seine perfekte Mr. Independent Nase fällt. Wer sich dann am Ende ins Fäustchen lacht, ist wohl klar. Da hilft auch kein Laserblick, keine 36, kein Stöhnen, kein Husten und Prusten. 44 bleibt 44, Brautkleid bleibt Brautkleid und Blaukaraut bleibt Blaukraut.
Mittwoch, 2. September 2009
King Cock
und wieder einemal ziehe ich den Hut der Huldigung vor 1live und seinen Soundstories und nicht zuletzt vor Jörg Buttgereit, der das gute Stück schrieb, indem es auch um ein gutes Stück geht. "Sexmonster" erzählt die total abgedrehte und vor Klischees triefende Story zweier pubertierenden Jungen im Alter von 16 Jahren, die das Reich unterhalb der Gürtellinie, innerhalb des Schlafzimmers und innerhalb anderer Orte für sich entdecken. Mehr oder weniger jedenfalls. Dick, der seinem Namen wirklich gerecht wird, hat einen übernatürlich großen Penis und schläft sich durch die ganze Schule, während Adam (ebenfalls passend benannt!), als schüchterner Sohn eines streng gläubigen Vaters nur weinerlich hinterhertrottet. Als Dick mir nichts dir nichts an einem seltenen Virus verstirbt, packt Adam der Unternehmungsgeist und er lässt sich Dick's.. nun ja dick von dem größenwahnsinnigen Dr. Cockburn transplantieren. Ja, liebe Leute. Eine Penistransplantation. Die OP ist erfolgreich und Adam mutiert zum bösartigen Mädchenabschlepper. Und glaubt bloß nicht, die Freakshow hä
tte ihren Höhepunkt erreicht! Ooooh nein, denn am Ende ergibt sich die King Kong-Abklatschszene, wie Adam hosenlos mit einer kreischenden Jungfer auf irgendeinem Hochhaus herumturnt. Beim Hören dieser Stelle kam mir zwangsartig "King Cock" in den Sinn. Göttlich.
Und die Moral von der Geschicht? Eier hat man, oder nicht? Geschmacklos. Dennoch erlangen Klischeeliebhaber, die auf das ultimative Egodrama stehen vollste Befriedigung, auch wenn diese Standart-from-zero-to-hero Handlung weniger Standart ist und der hero letztendlich einfach nur schräg ist. Groß ist, der großes hat.
tte ihren Höhepunkt erreicht! Ooooh nein, denn am Ende ergibt sich die King Kong-Abklatschszene, wie Adam hosenlos mit einer kreischenden Jungfer auf irgendeinem Hochhaus herumturnt. Beim Hören dieser Stelle kam mir zwangsartig "King Cock" in den Sinn. Göttlich.Und die Moral von der Geschicht? Eier hat man, oder nicht? Geschmacklos. Dennoch erlangen Klischeeliebhaber, die auf das ultimative Egodrama stehen vollste Befriedigung, auch wenn diese Standart-from-zero-to-hero Handlung weniger Standart ist und der hero letztendlich einfach nur schräg ist. Groß ist, der großes hat.
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