Donnerstag, 10. Juni 2010

struggling with the notion that it's life not film

und alles was einem bleibt ist kalter Kaffee. Wenn man es leid ist den Intelleksameriter* zu machen um der täglichen Selbstgefälligkeit den euphemistischen Blattgoldoldrahmen zu verpassen (man besitzt ja stets die Freundlichkeit mit den dummen mithalten zu wollen) und den Moment der Schwäche zulässt indem man einen verschwommenen Blick aus dem Fenster wagt und leise seufzt, wenn ein melancholischer Posong beginnt, der der ewigen Jugend nachfiebert.
Denn in der Zeit in der man hätte den noch warmen Kaffee trinken können, ist man ja viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Mit dem Drama, das unbedingt auf seinem Höhepunkt verharren muss. Unentwegt, fort- und immerwährend. Das individuelle und sehenswerte Drama, der Blockbuster der Real Live Soap. Die Streicher, wie sie ihren höchsten Ton treffen und theatralisch erbeben, der Trommelwirbel der Pauken der seinen akkustischen Zenit erreicht und einfach nicht leiser wird. Der Moment, an dem Herr Gustav Freytag einen Herzinfarkt erlitt, als er das Wort Peripetie zuende schireb.


So ausgelutscht, so künstlich, die reine Vergewaltigung der ästhetischen Selbstinszenierung. Man möchte brechen. Vielleicht sollte ich mal meinen Kaffee austrinken. 


*beschissener Neologismus, entschuldigt!

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