
liebes Tagebuch. Heute habe ich angefangen meinen Kopf zu essen. Einer von so vielen Sprüchen, die versuchen ihren dramatischen Inhalt in ein Gedönz von Sinnlosigkeit zu formen, ähnlich, wie Miss 44 versucht ihre wohlgeformten Schenkel in eine 36 zu formen und solange vor dem Spiegel posiert, bis sich der Anblick des überdimensionalen Rettungsrings schließlich zum "Hauptargument" ihrer "Weiblichkeit" formt. Da wird gedreht und gewendet, gezogen und gedehnt, bis das Ego das Licht am Ende des Hosenbeins erblickt. Ausgeredet und eingeredet, bis man selber Schluss gemacht hat und nicht die Ex. Gestöhnt und gehalten, bis der andere kommt. Gehustet und geprustet, damit der Zug auf Lunge war. In eigener Regie versucht man der Welt seine Unabhängigkeit jeglicher Dinge zu demonstrieren. Dabei ist es genau das eigene Ego dessen ewiger Sklave man ist, weil man wieder und wieder versucht sich darüber zu stellen und wieder und wieder auf den Boden der Tatsachen gerissen wird, wenn man kläglich daran scheitert. Als würde Mr. Independent beim Abflug vergessen haben, dass er noch sein riesen Ego auf dem capesaum stehen hat und unlustig auf seine perfekte Mr. Independent Nase fällt. Wer sich dann am Ende ins Fäustchen lacht, ist wohl klar. Da hilft auch kein Laserblick, keine 36, kein Stöhnen, kein Husten und Prusten. 44 bleibt 44, Brautkleid bleibt Brautkleid und Blaukaraut bleibt Blaukraut.
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